(N51°22.360' E011°08.950')
Der Flugplatz zwischen Bad Frankenhausen und Udersleben wird seit 1990 unter der Leitung des Aeroclubs Hans Grade e.V. betrieben. Der Platz (Länge 1400 m;
3% Steigung Ost-West, Gras) am Kyffhäusersüdhang ist mit einer Landebahnlänge von 650m bis 5,7t für Motor-, Segel- und Modellflug, Helikopter,
Ultraleicht, Fallschirmspringen und Ballons zugelassen.
Schnupperflüge im Segelflugzeug, Motorsegler oder Motorflugzeug sind an Wochenenden und
Feiertagen oder auf Voranmeldung möglich.
Hintergrund:1908 entstand am Frankenhäuser Technikum der erste Lehrstuhl
Deutschlands für Flugzeugbau. Im Jahr 1911 demonstrierte Hans Grade - Deutschlands erster Motorflieger - die Praxis des Fliegens mit seinen Schauflügen
über der Stadt. Für seinen ersten Flug über Frankenhausen nutzte er eine Fläche am damaligen Waldschlösschen westlich der Stadt als
Startbahn.
Ende der zwanziger Jahre wurde ein Flugplatz auf dem Gelände des heutigen Standortübungsplatzes südlich von Bad Frankenhausen
angelegt, der mit einer Unterbrechung in den Nachkriegsjahren bis 1971 genutzt wurde. 1971 musste der Flugplatz im Süden der Stadt dem Übungsgelände
der NVA (heute Bundeswehr) weichen. Man entschied sich damals für das heutige Gelände bei Udersleben.
Hier wurde die Sportfliegerei unter dem Dach der
Gesellschaft für Sport und Technik betrieben, bis auch dieser Platz 1979 auf staatliche Anweisung geschlossen werden musste.
Nach 11-jähriger
Zwangspause konnte der Flugplatz Udersleben 1990 wieder eröffnet werden und erfreut sich - besonders durch seine ausgezeichnete Lage - wachsender
Beliebtheit bei Piloten und Besuchern.