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Äbtissinnengrube
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(N51°22.100' E011°04.150')

(1) Bild (Luftbild)

Die Äbtissinnengrube (auch Äbtsche Grube oder Äbtissingrube) ist mit 40m Tiefe und einem ovalen Durchmesser von 160x120m der größte Erdfall des Kyffhäusergebirges. Sie befindet sich 200-300m nördlich der Straße von Bad Frankenhausen nach Rottleben etwa auf halben Weg zwischen dem Ortsausgang Bad Frankenhausen und der Rottlebener Dreiangel.

Dieser Erdfall ist der östlichste von etwa einem Dutzend Erdfällen unterschiedlicher Größe, die sich auf einer Länge von ca. einem Kilometer in nordwestliche Richtung aneinander reihen.

Die Äbtissinnengrube entstand etwa um die Mitte des 16.Jh.. Ihren Namen verdankt sie einem Ereignis aus der damaligen Zeit: Um diese Zeit versah Helena Güntherin das Amt als letzte Äbtissin im Zisterzienser-Nonnenkloster St.Georgii in Frankenhausen. Wie viele ihrer Mitschwestern war auch sie dem Laster verfallen und führte alles andere als ein gottgefälliges Leben. Sie war lebenslustig und wurde von vielen Männern verehrt. Ihr plötzliches Verschwinden aus dem Kloster während eines drei Tage und drei Nächte über Frankenhausen wütenden Unwetters verwunderte die Bürger der Stadt sehr. Der zu dieser Zeit entstandene Erdfall wurde mit ihrem Verschwinden in Zusammenhang gebracht. Nach der Sage traf ein strafender Blitz die Sünderin auf freiem Feld, riss sie in die Tiefe, das Land brach in einem breiten Trichter ein und deckte die Leiche der Sünderin zu.

Die Äbtissinnengrube ist nach einem kurzen Fußmarsch über freies Feld von der Straße nach Rottleben erreichbar. Durch die lange Nutzung als Obstplantage ist sie heute mit dichtem Gestrüpp und Bäumen bewachsen, so dass der Grund des Trichters nicht einsehbar ist. 1953 erfolgte an der nördlichen Seite ein Nachbruch. Von dieser Seite bietet sich aber auch die beste Sicht in den Erdfall (aus Richtung Kattenburg / Salzstraße über freies Feld erreichbar).

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