(N51°24,815' E011°06,510')
Die Idee zum Bau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals entstand in der Verehrung ehemaliger Krieger und Soldaten für ihren am 9.März 1888 verstorbenen Kaiser
Wilhelm I..
Für den Bauablauf wurde die Gesamtleitung Prof. Bruno Schmitz übertragen. Im August 1890 begann die Frankenhäuser Firma
Reichenbach mit den Vorbereitungen zum Denkmalbau. Der größte Teil der Oberburgruinen der
Reichsburg Kyffhausen
wurde eingerissen, ein Steinbruch angelegt und am Berghang erfolgten Rodungen. Außer dem Termindruck war die Finanzierung ein Hauptproblem des Projektes:
über 1.450.000 Mark waren durch Spenden aufzubringen.
Die für 1890 vorgesehene Grundsteinlegung wurde wegen widriger Witterungseinflüsse
erst am 10.05.1892 durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Terrassenbauten bereits fast fertig gestellt.
Zum Einweihungstermin am 18.06.1896 war
eine Reihe von Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen. Diese wurden erst im Herbst 1897 beendet.
Der Denkmalsturm selbst wurde 1895 fertig gestellt.
Schlussstein und Kreuz auf der stilisierten Kaiserkrone am Turmabschluss wurden am 13.08.1895 gesetzt. Mit dem dreifach gegliederten Denkmalsturm erreicht die
Anlage eine Länge von 131m, 96m Breite und 81m Höhe. Der Turm selbst besitzt einen quadratischen Grundriss mit 20m Seitenlänge (ohne Sockel) und
erhebt sich 57m über der Mittelterrasse.
Die Barbarossafigur aus Sandstein beherrscht den etwa 600m² großen Barbarossahof. Die Skulptur
ist ca. 6,5m hoch und orientiert sich in ihrer Gestaltung an der Sagenüberlieferung um den alten Rotbart.
Das Reiterstandbild Wilhelm I. mit zwei
Nebenfiguren befindet sich oberhalb der Barbarossafigur auf der Schauseite des Denkmals. Die Figuren wurden aus 2-3mm starkem Mansfelder Kupfer getrieben.
Insgesamt wurden für die Figurengruppe 8.850kg Kupfer und 8.250kg Eisen verarbeitet. Das Standbild erreicht eine Höhe von 9,7m. Von der ehemaligen
Sockelinschrift 'Wilhelm I., Dem Begründer des Reiches, Die deutschen Krieger' wurden 1945 die beiden unteren Zeilen entfernt.
Nach Beendigung des
2.Weltkrieges sollte die Anlage als 'Mahnmal reaktionärer Gesinnung' zerstört werden, was jedoch verhindert werden konnte.
Öffnungszeiten:
April-Oktober : 9.30 bis 18.00 Uhr
November-März : 10.00 bis 17.00 Uhr
Letzter Einlass 30 min. vor Schließung
Am 24.12. geschlossen!
©H.Stolze