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Im Kyffhäusergebirge zeigen die Süd- und Westhänge typische Karsterscheinungen. Dabei ist der Begriff Karst die Bezeichnung für alle durch Lösungsverwitterung in
Kalk- und Gipsgestein entstandenen Formen. Dieser international für derartige Landschaftsformen etablierte Begriff ist der eingedeutschte Name der slowenischen Landschaft Kras (serbokroatisch = dünner Boden) mit ihren typischen
Verwitterungsmerkmalen. Karst kann eingeteilt werden in offenen Karst (dabei Unterteilung in nackter Karst (Vegetation fehlt) und bedeckter Karst (das lösungsfähige Gestein ist von eigenen Verwitterungsprodukten oder anderen
Sedimenten und Vegetation bedeckt)) und unterirdischen Karst (z.B. Höhlenbildung im Gesteinsinneren). In der Kyffhäuserregion entstehen die Karsterscheinungen durch Verwitterung/Lösung der Sedimente aus dem Zechstein (Kalke, Gips, Salze). Bei der Verwitterung wird das Gestein ausgewaschen und abgetragen. An Hängen bilden sich die sog. Karren, in denen das Wasser abfließt. An porösen Stellen versickert
das Wasser, löst das Gestein unterirdisch auf und führt es fort. Es entstehen Höhlen, die einstürzen, sobald die darüber liegende Höhlendecke instabil wird. Auf diese Weise entsteht eine trichterförmige Senke (Doline, Erdfall). |
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