Höhlen

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Im Kyffhäusergebirge sind derzeit etwa 60 Höhlen bekannt. Die größte Höhle ist die Numburghöhle bei Auleben. Sie ist mit einer Länge von ca. 1750m zugleich die zweitgrößte Höhle Thüringens (Stand 25.09.2005). Der größte gefundene Hohlraum der Numburghöhle soll eine Höhe von 36m erreichen. Teile der Höhle und der Höhleneingang stehen durch den Stausee Kelbra unter Wasser. Da eine Höhlenbefahrung der Numburghöhle lebensgefährlich ist, wurde der Eingang aus Sicherheitsgründen verschlossen.

Die zweitgrößte und zugleich einzige touristisch erschlossene Höhle am Kyffhäuser ist die
Barbarossahöhle (ca. 670m), die nur zufällig entdeckt wurde, als unterhalb der Falkenburgruine nach Kupferschiefer gegraben wurde.

Die drittgrößte Höhle in der Gegend ist die  Schusterhöhle bei Tilleda (ca. 400m). Diese befindet sich links neben dem Aufgang zur Königspfalz und kann nicht befahren werden.

Die Prinzenhöhle (ca. 40m) im Naturschutzgebiet bei Rottleben wurde durch einen gescheiterten Prinzenraub und durch das dort in der Vergangenheit abgebaute Marienglas bekannt. Sie kann mit einer entsprechenden Taschenlampe problemlos befahren werden.

Schwieriger erreichbar ist die relativ unbekannte Bärenhöhle im Spatenberg (von Spat für spaltbarer Stein; Marienglas). Sie hat eine Größe von etwa 15x15m und verfügt über zwei Eingänge.
 

Barbarossahöhle (Falkenburger Stollen)
Barbarossahöhle
(Falkenburger Stollen)

In der Bärenhöhle In der Bärenhöhle


Das Höhlensystem im Naturschutzgebiet Kattenburg/Kosackenberg wurde von unseren Vorfahren bereits im 5. Jahrtausend v.Chr. aufgesucht. Bei archäologischen Ausgrabungen wurde eine Vielzahl wertvoller Funde geborgen, die für Aufsehen sorgten und darauf schließen lassen, dass diese Höhlen in der Vergangenheit als bedeutende Kultstätte genutzt wurden. In einigen Quellen wurden die Funde dem Kannibalismus zugeordnet und die Höhlen als
Kannibalenhöhlen bezeichnet, was nach heutigem Erkenntnisstand nicht mehr uneingeschränkt vertreten werden kann.
 

Weitere kleinere Höhlen verteilen sich hauptsächlich auf die Kyffhäusersüdhänge (Naturschutzgebiet!) und sind teilweise einsturzgefährdet.

Weniger bekannt ist die Lothshöhle, die sich in der Nähe der Straßenabzweigung zum Kyffhäuserdenkmal/Reichsburg Kyffhausen befand und deren spärlichen Überreste nur mit Ortskenntnis auffindbar sind. Sie diente um 1720 als Versteck der berüchtigten Diebesbande um den Frankenhäuser Loth (‘Hundsnase’). Nachdem eine hohe Belohnung auf Loth und seine Komplizen ausgesetzt wurde, konnte die Räuberbande festgenommen werden. Die Höhle wurde nach der Zerschlagung der Bande im Auftrag des Fürsten von  Rossla zerstört. Loth starb im Februar 1722 im Gefängnis Sondershausen an seinen durch Festnahme und Verhör erlittenen Verletzungen. Vier seiner Bandenmitglieder wurden im Oktober 1721 auf dem Markt in Sondershausen hingerichtet.

Opferhöhlen Eingang Höhle 16
Opferhöhlen
Eingang Höhle 16

 

 

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